Vor einiger Zeit fiel mir eine Werbeeinblendung in meinem Facebook-Stream auf. Diese war von Saal Digital, einem der europaweit führenden Hersteller von Fotoprodukten. Bei dieser Werbeeinblendung handelte es sich aber nicht um eine plumpe Werbeanzeige à la „Wir machen Fotoprodukte – kauf bei uns ein!“, sondern um einen Aufruf ein Fotobuch von Saal Digital zu testen – kostenlos.

So etwas lasse ich mir natürlich nicht entgehen und so habe ich mich zu diesem Test angemeldet. Um eines vorwegzunehmen, wenn ich „kostenlos“ sage, meine ich finanziell kostenlos. Und in diesem Fall bis 40 €. Eine kleine Gegenleistung wollte Saal Digital dann doch haben, nämlich genau das, was ihr hier gerade lest. Einen Erfahrungsbericht zum Fotobuch. Wobei ich sagen muss, dass auch hier seitens Saal Digital ausdrücklich eine ehrliche Meinung gefordert wurde.

Software – Saal Design Software

Die Software zur Erstellung des Fotobuches kann man sich ganz einfach auf der Website von Saal Digital herunterladen. Diese Software enthält nicht nur die Möglichkeit Fotobücher zu kreieren, sondern auch Leinwände, Kalender und viele andere Fotoartikel.

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Im Bereich Fotobuch stehen dann verschiedene Grundmodelle zur Auswahl, sodass jeder etwas für seinen Zweck finden sollte. Auch eine Geschenkbox kann man sich hier auswählen. Diese kann man jedoch auch noch später hinzufügen.

Meine Auswahl fiel hier auf das „normale“ Fotobuch mit Hardcover.

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Im nächsten Schritt wählt man nun das Format des Fotobuches. In meinem Fall war das das 28 x 19 (A4 quer), da mir dieses für meinen Zweck am geeignetsten schien.

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Im folgenden Abschnitt geht es um die ersten Details. Hier kann man nämlich die Beschaffenheit von Cover und Seiten, sowie die Anzahl der Seiten festlegen. Auch an dieser Stelle lässt sich wieder eine Geschenkverpackung auswählen. In meinem Fall habe ich mich für ein glänzendes Cover und matte Innenseiten entschieden.

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An dieser Stelle positiv anzumerken ist, dass der Preis in der unteren Leiste immer aktualisiert wird, je nach dem welche Auswahl man gerade trifft. So weiß man stets, ob man noch in seinem Budget ist und kann besser einschätzen, ob der Aufpreis für ein besonderes Feature lohnenswert ist.

Nach einem Klick auf „Gestalten“ landet man in der eigentlichen Designoberfläche. Hier erhält man die Möglichkeit sich entweder für eine vorgefertigte Designvorlage zu entscheiden oder den „harten“ Weg zu gehen und mit einer leeren Vorlage zu starten. Für unbedarfte Benutzer, Zeitsparer und Faultiere hält Saal Digital hier noch eine Möglichkeit bereit, bei der man nur Design und Bilder auswählen muss. Das Programm übernimmt dann den Rest – lässig, was?!

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Ich habe mir die leere vorlage ausgesucht und habe mir meine Vorlage selbst zusammengestellt, indem ich bestehende Vorlagen genommen und abgeändert habe. Dies funktioniert nach etwas Puzzlearbeit ganz gut, hat aber hier und da Macken. Besonders, da ich meine Bilder meist im Format 3:2 vorliegen habe. Die Bildboxen der hochformatigen Bilder musste ich zwangsweise anpassen, da diese in einigen Vorlagen nicht diesem Format entsprachen. Leider ist die Ausrichtung von zwei horizontalen Bildboxen, sodass sie nebeneinander zentriert auf der Seite platziert sind nur umständlich und manuell möglich. Zumindest war mir keine andere Möglichkeit ersichtlich.

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Hat man eine passende Vorlage gefunden oder erstellt, kann man die Bilder einfach aus der linken Spalte per Drag & Drop in den Bildboxen platzieren. Die Bilder werden automatisch eingepasst. Das spart viel Fummelei und Feintuning.

Wichtige Werkzeuge zum Drehen, Skalieren oder Zoomen werden dann direkt am Bild angezeigt. Genau wie die zu erwartende Bildqualität. Hier gilt je höher die Auflösung des Fotos desto besser.

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Der weitere Bestellprozess verlief, wie man es von diversen Onlineshops gewöhnt ist. Daten eingeben, Bezahlart auswählen und fertig.

Fazit zur Software

Die Software ist im Großen und Ganzen einfach und intuitiv zu bedienen. Das Erstellen und Anpassen von Designvorlagen könnte für den Normalverbraucher etwas kompliziert werden. Desweiteren agieren die Ausrichtungen, wie linksbündig, zentriert und rechtsbündig bezogen auf die Doppelseite, was lästig ist, wenn man etwas auf einer Seite zentrieren will und nicht über zwei Seiten.

Wer sich nicht mit Gestaltungssoftware auskennt und einfach mal ein Fotobuch erstellen will, wird vermutlich erst einmal überwältigt sein. Aber dank den Tutorialvideos, die von Saal Digital zur Verfügung gestellt werden, sollte man schnell den ein oder anderen Gniff lernen können.

Mein Fotobuch kam bereits innerhalb von 1 – 2 Tagen. Ich vermute, es war sogar nur ein Tag, da ich ein Mal nicht schnell genug an der Tür war und erst am nächsten Tag in den Briefkasten geschaut habe.

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Das Fotobuch kam in sehr gutem Zustand an. So wie es sich gehört eben. Eingepackt in Polsterfolie und Plastikschutzhülle.

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Einmal ausgepackt bemerkt man gleich wie hochwertig dieses Fotobuch ist. Ich hatte Bedenken, ob die Farben der Bilder gut rüberkommen. Aber diese Bedenken waren umsonst. Die Qualität der Bilder, deren Farben und die des Papiers lässt für mich keine Wünsche offen.

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Bei einem Bild habe ich versehentlich eine kleiner aufgelöste Version verwendet. Die Bildqualität wird als „gut“ angezeigt, ist jedoch für mich als Fotografen eher unbefriedigend. Für den ungeübten Betrachter könnte dieses „gut“ aber zutreffend sein. Leider sieht man den Unterschied zwischen „gut“ und „sehr gut“ erst im fertigen Produkt.

Aber dieser Fehler geht auf meine Kappe.

Fazit zum Fotobuch

Das Fotobuch von Saal Digital ist ein rundum hochwertiges Fotoprodukt und ich kann es ohne Einschränkung empfehlen.

Nachdem man sich mit der Software vertraut gemacht hat, ist das Fotobuch quasi im Handumdrehen fertig gestaltet und kann bestellt werden.

Das fertige Fotobuch überzeugt durch sehr gute Verarbeitung, Bild- und Papierqualität.

Ich werde Saal Digital bestimmt noch für weitere Fotobücher oder andere Fotoprodukte beauftragen.