Als ich nachts ins Bett gehen wollte, es war gegen 3 Uhr, bemerkte ich ein aufziehendes Gewitter. Als ich mir das eher sonnige Wetter der letzten Tage in Erinnerung rief, kamen mir sofort Bilder in den Kopf.

Große Wolken, das sanfte Licht der aufgehenden Sonne. Ein lohnendes Motiv.

Also fix die Wetter-App auf dem Smartphone bemüht und siehe da: Das Unwetter sollte kurz vor Sonnenaufgang vorbei sein. Zumindest an dem Spot, den ich mir schon am vorherigen Tag für den Sonnenuntergang ausgeguckt hatte.

Ich war vorher noch nie auf dem Gamrig. In Zukunft wird das jedoch häufiger der Fall sein.

Der Wecker klingelte eine halbe Stunden nach dem ich ihn überhaupt erst gestellt hatte – eigentlich wollte ich ja ausschlafen. Aber nix da! Ab ins Auto und mit etwas Verspätung am Parkplatz. Oben angekommen empfingen mich Stimmen – viele Stimmen. Wie sich herausstellte wurde auf dem Gamrig ein Berggottesdienst abgehalten.

Nun bin ich nicht gläubig, aber stören tat es mich auch nicht. Und gerade in dieser Situation verbreitete der Gesang des Gottesdienstes eine angenehme Stimmung.

Das Unwetter, das am Gamrig vorbei gezogen war, war ein paar Kilometer weiter noch voll im Gange und die Sonne ließ auch noch auf sich warten, als ein älteres Paar zu mir kam und meinte: „Das haben Sie sich wohl anders vorgestellt, was?!“ Ich erwiderte nur: „Ja etwas semi-optimal das Ganze, aber ich warte noch.“ Sie verabschiedeten sich: „Vielleicht wird es ja noch was mit ein paar Bildern.“

Und was soll ich sagen – Kaum 10 Minuten später stieg die Sonne über die Wolken am Horizont und ich konnte dieses Foto schießen.

Tja. Eine halbe Stunde Schlaf. Einem Bauchgefühl folgen. Etwas Glück und Ausdauer.

Auch das ist Fotografie.